Anforderungen der Bundesländer zu Erkundungs- und ggf. Räumungsmassnahmen

Allen Baubeteiligten ist zu empfehlen, sich über die aktuellen Anforderungen im Zusammenhang mit der Kampfmittelproblematik, die vom jeweils maßgeblichen  Bundesland gestellt werden, stets und immer wieder (!) über das Internet zu informieren und den Ausdruck zu den Bauakten zu nehmen sowie die Umsetzung der einzelnen Bestimmungen zu dokumentieren! Dabei ist darauf zu achten, dass die jeweils neueste Regelung maßgebend ist! Deshalb ist die Aktualität der einzelnen nachstehenden Vorschriften stets durch Nachfrage bei der Baubehörde oder unmittelbar beim Kampfmittelbeseitigungsdienst bzw. durch Internet-Recherche zu prüfen!

Eine Zusammenstellung von Fachfirmen in der Kampfmittelbeseitigung und für Luftbildauswertung findet sich mit bundesweiten Adressen z.B.  auf der Internetseite:  
http://www.stmi.bayern.de/sicherheit/innere/sicherleben/detail/09064
oder
http://www.hamburg.de/contentblob/2578072/data/register-kampfmittelsondierung.pdf.

 

Baden-Württemberg:

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist eine Vor-Ort-Aufgabe des Regierungspräsidiums Stuttgart. Das dortige Referat 62 ist zuständig für alle Regierungsbezirke in Baden- Württemberg.

Rechtsgrundlage: Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die Aufgaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (VwV-Kampfmittelbeseitungsdienst) vom 21.12.2006 - Az.: 3-1115.8/227- Bekanntgemacht am 26.01.2007; (GABI. S. 16), neu erlassen und geändert durch Verwaltungsvorschrift vom 31.08.2013 (GABI. S. 342).

Kontaktdaten:
Regierungspräsidium Stuttgart
- Abteilung 6 – Referat 62 –
Kampfmittelbeseitigungsdienst
Autobahnpolizei

Pfaffenwaldring 1
70569 Stuttgart
Fon: 0711/745192-0
Fax: 0711/745192-29
E-Mail: kbd@rps.bwl.de

Bayern:

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird vom Sprengkommando München und Sprengkommando Nürnberg im Auftrag des Staatsministeriums des Innern ausgeführt.

Rechtsgrundlage: Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel, Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 15. April 2010 Az.: ID4-2135.12-9; Fundstelle: AllMBl 2010, S. 136.

Kontaktdaten:
Bayerisches Staatsministerium des Innern,
für Bau und Verkehr
Sachgebiet I-D4 – Kampfmittelbeseitigung

Odeonsplatz 3
80539 München
Fon: 089/2192-2869
Fax: 089/2192-12869
E-Mail: albert.halbleib@stmi.bayern.de

Berlin:

Zuständig ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Abteilung X - Tiefbau: Objektmanagement Objektbereich X OA Ermittlung und Bergung von Kampfmitteln.

Rechtsgrundlage: Merkblatt zur Ermittlung und Bergung von Kampfmitteln im Land Berlin.

Kontaktdaten:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt
Abteilung X – Tiefbau: Objektmanagement
Objektbereich X OA
Ermittlung und Bergung von Kampfmitteln

Fehrbelliner Platz 1
10707 Berlin
Fon: 030/90139-5476/5477
Fax: 030/90139-5471
E-Mail: tobias.hinzmann@senstadtum.berlin.de

Brandenburg:

Zuständig ist der Kampfmittelbeseitungsdienst (KMBD), der dem Ministerium des Innern untersteht.
Er ist Teil der staatlichen Verwaltung des Landes.

Rechtsgrundlage: Ordnungsbehördliche Verordnung zur Verhütung von Schäden durch Kampfmittel (Kampfmittelverordnung für das Land Brandenburg - KampfmV) vom 23. November 1998 (GVBI.II/98, [Nr. 30], S. 633), geändert durch Artikel3 des Gesetzes vom 07. Juli 2009 (GVBI.I/09, [Nr. 12], S. 262, 266).

Kontaktdaten:
Zentraldienst der Polizei des
Landes Brandenburg
Kampfmittelbeseitigungsdienst
Verwaltungszentrum B

Hauptallee 116/8
15806 Zossen, OT Wünsdorf
Fon: 033702/214-162/-161/-160
Fax: 033702/214-200
E-Mail: kampfmittelbeseitigungsdienst
@polizei.brandenburg.de

Bremen:

Zuständig ist die Polizei Bremen.

Rechtsgrundlage: Gesetz zur Verhütung von Schäden durch Kampfmittel vom 8. Juli 2008 (Brem.GBl. S. 229).

Kontaktdaten:
Polizei Bremen
ZTD 14 – Kampfmittelräumdienst –

Niedersachsendamm 78-80
28201 Bremen
Fon: 0421/362-12281/12232
Fax: 0421/362-12139
E-Mail: Manuela.Beckmann@Polizei.Bremen.de

Hamburg:

Zuständig ist die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Inneres, Amt Feuerwehr – Kampfmittelräumdienst (KRD); bei Funden ist unverzüglich die Polizei Hamburg zu benachrichtigen, § 2 KampfmittelVO Hamburg.

Rechtsgrundlage: Verordnung zur Verhütung von Schäden durch KamNr.45 vom 30.12.2005, Teil I, S.557).

Kontaktdaten:
Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Inneres und Sport
Referat F 045 – Kampfmittelräumdienst
Feuerwehr Hamburg

Großmoorbogen 8
21079 Hamburg
Fon: 040/42851-4605
Fax: 040/42851-4609
E-Mail: peter.bodes@feuerwehr.hamburg.de

Hessen:

Zuständig ist der Kampfmittelräumdienst (KMRD) des Landes Hessen, der beim Dezernat I 18 - Öffentliche Sicherheit und Ordnung - des Regierungspräsidiums Darmstadt angesiedelt ist.

Rechtsgrundlage: Generalklausel, § 1 des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) in der Fassung vom 14. Januar 2005.

Kontaktdaten:
Regierungspräsidium Darmstadt
Dezernat I 18 – Öffentliche Sicherheit und Ordnung
Kampfmittelräumdienst (KMRD)

Luisenplatz 2
64278 Darmstadt
Fon: 06151/12-6501
Fax: 06151/12-5133
E-Mail: kmrd@rpda.hessen.de

Mecklenburg-Vorpommern:

Zuständig sind die Kommunen als örtliche Ordnungsbehörden sowie das Landesamt für Katastrophenschutz als Sonderordnungsbehörde.

Rechtsgrundlage: Landesverordnung zur Verhütung von Schäden durch Kampfmittel (Kampfmittelverordnung) vom 8. Juni 1993 (GVOBl. M-V 1993, S. 575).

Kontaktdaten:
Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei
Brand- und Katastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern
Munitionsbergungsdienst

Graf-Yorck-Straße 6
19061 Schwerin
Fon: 0385/2070-2102
Fax: 0385/2070 2198
E-Mail: lpbk@polmv.de

Niedersachsen:

Zuständig sind die Kommunen als örtliche Ordnungsbehörden, die im Wege der Amtshilfe vom Kampfmittelbeseitigungsdezernat (Dezernat 6) der Regionaldirektion des LGLN Hannover unterstützt werden.

Rechtsgrundlage: Niedersächsisches Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Nds. SOG) vom 19. Januar 2005 (Nds. GVBI. 2005, 9) i.V.m. dem Runderlass „Kampfmittelbeseitigung“ des Umweltministeriums Niedersachsen vom 8.12.1995 (Az.: 505-62827/40 -, Nds. MBI. Nr. 4/1996).

Kontaktdaten:
Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung
Niedersachsen
Regionaldirektion Hannover
Kampfmittelbeseitigungsdienst

Marienstraße 34
30171 Hannover
Fon: 0511/106-3000
Fax: 0511/106-3095
E-Mail: kbd-einsatz@lgln.niedersachsen.de

Nordrhein-Westfalen:

Zuständig sind die Kommunen als örtliche Ordnungsbehörden; sie werden unterstützt durch den staatlichen Kampfmittelbeseitigungsdienst bei den Bezirksregierungen Arnsberg und Düsseldorf.

Rechtsgrundlage: Ordnungsbehördliche Verordnung zur Verhütung von Schäden durch Kampfmittel (Kampfmittelverordnung) vom 12. November 2003, geändert durch Art.12 der VO vom 16.Juli 2013 (GV.NRW.S.483).

Kontaktdaten:
Bezirksregierung Düsseldorf
Dezernat 22 – Ordnung und Gefahrenabwehr
Kampfmittelbeseitigung

Cecilienstraße 2
40474 Düsseldorf
Fon: 0211/475-2159
Fax: 0211/475-2976
E-Mail: kbd@brd.nrw.de

Rheinland-Pfalz:

Zuständig sind die Kommunen als örtliche Ordnungsbehörden; sie werden unterstützt durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion („ADD“) als zentrale Verwaltungsbehörde des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in Trier, die zwei Räumgruppen des Kampfmittelräumdienstes (KMRD) unterhält.

Rechtsgrundlage: Polizei- und Ordnungsbehördengesetz Rheinland- Pfalz (POG), § 1, in der Fassung vom 10.11.1993 (GVBI. 1993, 595) i.V.m. der „Vorläufigen Dienstanweisung für den Kampfmittelräumdienst Rheinland- Pfalz, Organisation und Aufgaben“ vom 30.10.1997 (Az.: 342/19 901, 32 B/111).

Kontaktdaten:
Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion
Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz
Kurfürstliches Palais

Willy-Brandt-Platz 3
54203 Trier
Fon: 0171/8249305
Fax: 02606/961235
E-Mail: KmrdLKS@web.de

Saarland:

Zuständig sind die Polizeibehörden; sie werden unterstützt vom Kampfmittelbeseitigungsdienst, der als Referat B 4 beim Ministerium für Inneres und Sport angeschlossen ist.

Rechtsgrundlage: Saarländisches Polizeigesetz (SPoiG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. März 2001 (Amtsbl. S. 1074) i.V.m. dem Runderlass des Ministeriums vom 26.5.1997 (Az.: B 4-6250.3).

Kontaktdaten:
Landespolizeipräsidium
Direktion LPP 1 Gefahrenabwehr /Einsatz
LPP 12 Spezialeinheiten/Spezialkräfte
LPP 124 Entschärfergruppe/
Kampfmittelbeseitigungsdienst

Mainzer Straße 134-136
66121 Saarbrücken
Fon: 0681/962-1200
E-Mail: lpp12@polizei.slpol.de

Sachsen:

Zuständig sind die Ortspolizeibehörden, die vom Fachdienst Kampfmittelbeseitigung als Teil der Zentralen Dienste der Landespolizeidirektion Sachsen eingerichtet wurden.

Rechtsgrundlage: Kampfmittelverordnung – Polizeiverordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Verhütung von Schäden durch Kampfmittel vom 2. März 2009 (GVBl. Nr.4 vom 31.03.2009 S. 118).

Kontaktdaten:
Polizeiverwaltungsamt
Referat 15 – Kampfmittelbeseitigungsdienst

Neuländer Straße 60
01129 Dresden
Fon: 0351/85010
Fax: 0351/8501106
E-Mail: kmbd.lpdzd@polizei.sachsen.de

Sachsen-Anhalt:

Zuständig sind die Sicherheitsbehörde (Kommune) oder Polizei, die vom Technischen Polizeiamt Sachsen-Anhalt, das auch den Kampfmittelbeseitigungsdienst führt, unterstützt werden.

Rechtsgrundlage: Gefahrenabwehrverordnung zur Verhütung von Schäden durch Kampfmittel (KampfM-GAVO) vom 27.4.2005 (GVBl. LSA 2005, 240).

Kontaktdaten:
Technisches Polizeiamt Sachsen-Anhalt
Abteilung 1 Dezernat 15 Kampfmittelbeseitigung
August-Bebel-Damm 1

39126 Magdeburg
Fon: 0391/5075-116
Fax: 0 391 / 5075-210
E-Mail: poststelle.tpa@polizei.sachsen-anhalt.de

Schleswig-Holstein:

Zuständig sind die Kommunen als Sicherheitsbehörden sowie die Polizei, die zur Kampfmittelbeseitigung das Landeskriminalamt (Innenministerium) als Landesordnungsbehörde einschalten müssen.

Rechtsgrundlage: Landesverordnung zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit durch Kampfmittel (Kampfmittelverordnung) vom 7. Mai 2012 (GVOBl. 2012, 539).

Kontaktdaten:
Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
Kampfmittelräumdienst

Mühlenweg 166
24116 Kiel
Fon: 04340/4049-49
Fax: 04340 4049-58
E-Mail: Kampfmittelraeumdienst@mzb.landsh.de

Thüringen:

Zuständig ist grundsätzlich die Ordnungsbehörde oder Polizei, das Sondieren, Freilegen, Sammeln, Zwischenlagern sowie die Entschärfung, der Transport, die Lagerung und Vernichtung erfolgt ausschließlich durch privatwirtschaftlich tätige Spezialunternehmen, die einer Zulassung bedürfen und im Thüringer Staatsanzeiger bekannt gegeben werden.

Rechtsgrundlage: Ordnungsbehördliche Verordnung über die Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel (Kampf MGAVO) vom 26.9.1996 (Az.: 203-2135 ThürStAnz Nr. 42/1996 S. 1894-1895) sowie Erlass des Innenministeriums vom 23.02.1998 (Az.: 52-2135.22-004) zur Übertragung von Entschärfung, Transport, Lagerung und Vernichtung von Kampfmitteln auf die Firma Tauber GmbH; Ordnungsbehördliche Verordnung zur Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel in der Stadt Nordhausen (NdhGefAVOKm) (Amtsblatt der Stadt Nordhausen, Nr. 07/2011 S. 1).

Kontaktdaten:
Thüringer Landesverwaltungsamt
Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst

Weimarplatz 4
99423 Weimar
Fon: 0361/3773-7955
Fax: 0361/3773-7953
E-Mail: brandschutz@tlvwa.thueringen.de

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