Sicherung der Qualität der Kampfmittelerkundung

Wenn die Feststellung der Kampfmittelfreiheit nicht durch staatliche Stellen (KMBD, KRD o.ä.) oder entsprechend beauftragte Unternehmen erfolgt, wird den Verantwortlichen dringend empfohlen, die Feststellung/Beurteilung der Kampfmittelfreiheit nur durch Unternehmen, Ingenieurbüros o.ä. ausführen zu lassen, die nachweislich über die Sach- und Fachkunde, Erfahrung, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit im Zusammenhang mit Kampfmitteln verfügen.

Mit Leistungen der Kampfmittelsondierung und –räumung sollten demnach unter Beachtung der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen (in einigen Bundesländern erfolgt die Beauftragung von Firmen nur durch den staatlichen Kampfmittelräumdienst) ausschließlich Unternehmen der gewerblichen Kampfmittelräumung beauftragt werden. Diese müssen über eine gültige Erlaubnis nach § 7 SprengG für die Kampfmittelräumung und fachkundige Personen (Befähigungsscheininhaber § 20 SprengG) für die Suche, das Freilegen und Bergen von Kampfmitteln sowie eine gültige Betriebshaftpflichtversicherung, die Schäden durch Kampfmittel abdeckt, verfügen.

Sofern der staatliche Kampfmittelräumdienst des jeweiligen Bundeslandes eine Liste von zugelassenen oder empfohlenen Fachfirmen führt, empfiehlt es sich, eine Firma aus dieser Liste mit den Arbeiten zu beauftragen.

In diesem Zusammenhang wird weiterhin auf folgende Fachvereinigungen verwiesen:

  • GKD - Güteschutzgemeinschaft Kampfmittelräumung Deutschland e.V. - RAL Gütezeichen Kampfmittelräumung (RAL-GZ 901)
  • BDG - Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. - Zertifikat:
    „Geprüfte Qualitätsfirma“
  • ITVA - Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V., Arbeitskreis Kampfmittelräumung

Eine unabhängige Validierung und Zulassung von Methoden und Systemen für die Kampfmittelsuche gibt es derzeit nicht. Somit obliegt es den Verantwortlichen (Bauherr, Planer, Fachfirmen zur Kampfmittelsuche ...) sicherzustellen, dass ausschließlich solche Methoden und Systeme zur Anwendung kommen, die für den Einsatzfall geeignet sind.

Müssen geophysikalische Spezialverfahren für die Kampfmittelsuche eingesetzt werden, über die die Kampfmittelräumfirmen nicht in eigener Kapazität verfügen, sollte ein geeigneter Dienstleister vom Unternehmen der gewerblichen Kampfmittelräumung als Unterauftragnehmer gebunden werden. Die Kampfmittelfreiheitsbescheinigung, die nach erfolgter Sondierung und Überprüfung gegebenenfalls detektierter Verdachtsobjekte auszustellen ist, ist dann vom Unternehmen der Kampfmittelräumung auszustellen.

Es ist darauf zu achten, dass die entsprechende Kampfmittelfreigabe den unter Kapitel 10 des Merkblattes genannten Anforderungen entspricht.

Angebote für die Kampfmittelsuche sind kritisch zu prüfen, insbesondere dann, wenn sie unverhältnismäßig günstig sind, oder wesentlich von der Kostenschätzung der Fachplaner oder Vergleichsangeboten abweichen.

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